20.09.2012 – 4. Tag Tokyo: Shibuya-Shopping und Essen vom Automaten

 Kaum zu glauben, aber es geht endlich weiter….   (>_<)

Nachdem wir den Abend zuvor ja erst gegen 1 Uhr nachts im Bett gelandet waren, hatten wir an diesem Morgen nicht so recht Lust uns aufzurappeln. Wir blieben bis zum Mittag im Hotel, surften ein bisschen im Internet, schauten fern und überlegten, was wir an diesem Tag alles anstellen sollten. Man merkte, dass sich unsere Reise dem Ende neigte, denn so langsam schwand mehr und mehr der Elan.

Wir verließen also unser Hotel und liefen die Straße Richtung Einkaufsmeile hinunter.

eine der zahlreichen Karaoke BarsDisney Store Shibuya

Nach einigen Überlegungen landeten wir zum Mittagessen dann allerdings doch wieder in unserem Lieblings-Sukiya-Restaurant und bestellten Curry.

Anschließend streiften wir relativ planlos durch die Straßen und Geschäfte, bis sich vor uns das große Gebäude des Einkaufshauses Tokyu Hands auftat. Hier gab es fast alles. Von normalen Haushaltsartikeln, über Elektronik hin zu Spielwaren und Schreibwaren. Mich zog es zu allererst in die Haushaltsabteilung, da ich mir einige Dinge für die Küche und zum Kochen kaufen wollte. Nachdem wir an der Kasse bezahlt hatten, stiegen wir weiter die lustig gekennzeichneten Treppenstufen hinauf. Lustig deshalb, da man an ihnen genau sehen konnte, wie viele Kalorien man seit der ersten Stufe bereits verbraucht hatte.

Treppenhaus Tokyu Hands

In der Schreibwarenabteilung suchte ich nach etwas Besonderem, was wir für unsere Hochzeits-Danksagungskarten verwenden konnten. Nach einiger Suche wurde ich auch fündig und kaufte einen Stempel mit der Aufschrift                            „ ありがとう“ (arigatou, Dankeschön!).

**Diejenigen die nun eine Danksagungskarte bekommen haben und das hier lesen, werden sich wundern, denn auf den Karten findet sich dieser Stempel leider nicht. Obwohl ich felsenfest davon überzeugt bin, ihn zu Hause mit allen anderen Mitbringseln und Einkäufen wieder ausgepackt zu haben, fand sich der Stempel leider bis heute nicht wieder an. Entweder habe ich mir das Ganze nur eingebildet und er liegt noch im Hotelzimmer in Shibuya oder aber er ist wirklich verschollen oder irgendwo unerkannt dazwischen gerutscht. Wer weiß!**

Wir machten noch alle restlichen Stockwerke und Geschäfte unsicher und kehrten anschließend zu einer gepflegten Nachmittagsruhe zurück zum Hotel.

Erst zum Abendessen zog es uns wieder vor die Tür. Extrem unentschlossen wanderten wir durch die Straßen.

Werbung eines Modegeschäftes

Wenn es soviel Auswahl an verschiedensten Gerichten gibt, ist es auch wahrlich nicht einfach das Richtige für sich auszusuchen. Bei dem ganzen Gesuche hatten wir uns dann auch irgendwann total verfranst und landeten in irgendeiner dunklen Seitengasse. Doch auch hier taten sich viele kleine Restaurants und Nudelbars auf. Da es in Japan sehr üblich ist, seine angebotenen Speisen in nachgebildeter Form ins Schaufenster zu stellen, kann man leider auch leicht in die Versuchung verfallen, einfach nur auf das Schaufenster zu gucken und gleich weiter zugehen, sobald nichts bestimmtes die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wir für unseren Teil standen am Ende irgendwann vor einer kleinen Auslage, in welcher die angebotenen Menus sehr gut aussahen. Wie sich nach Betreten des Restaurants herausstellte, wählte man hier sein Essen am Automaten aus. Wir drückten also die betreffenden Bildchen (von all den Speisen, die wir vorhatten zu essen), steckten den entsprechend angezeigten Betrag in den Automaten und gingen anschließend mit den ausgedruckten Belegen zur Theke. Hier wurden die Zettel (in unserem Fall von zwei älteren, aber sehr sympathischen Herren) in Empfang genommen, man gab uns eine Nummer. Anschließend warteten wir – wie auf dem Amt – darauf, dass unsere Nummer aufgerufen wurde. Da das Restaurant sehr leer war, ging das Ganze ziemlich schnell. Wir suchten uns einen Platz, holten uns Getränke (kalten Grünen Tee gab’s wie so oft umsonst) und fingen an zu Essen. Bei mir fanden sich schöne dicke Udon-Nudeln in einer Art Soja-Suppe mit Wakame (Algen) auf dem Teller. Der Hase hatte Soba-Nudeln und eine Portion Reis mit Ei und Hünchenfleisch.

das Essen vom Hasenmein Essen

Wir aßen in aller Ruhe auf und suchten anschließend wieder den Weg zurück zu den Einkaufsstraßen. Natürlich kam ich auch nicht ohne weiteres am 4 Stockwerke großen H & M vorbei, der auch um 22 Uhr noch sehr gut gefüllt war.

Gegen 23 Uhr kehrten wir dann allerdings ins Hotel zurück, denn wir waren – obwohl wir an diesem Tag nicht gerade ein riesiges Kulturprogramm abgespult hatten – irgendwie erledigt.

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