19.09.2012 – 3. Tag Tokyo: Tattoowieren auf japanisch

Mittwoch, der große Tag. Nun ja, für mich eher weniger, ich kannte das ja schon. ^_~ Für den Hasen jedoch eine Premiere.

Das Frühstück ließen wir mal gepflegt ausfallen. Stattdessen hatten wir das „Bitte nicht stören – Schild“ an die Tür gehängt, schliefen aus und verließen erst gegen 10:30 Uhr das Hotel. Zur Stärkung kehrten wir zum frühen Mittagessen zur Abwechselung mal bei Mc Donalds ein, denn ich war der Meinung, dass ein gut gefüllter Magen meines Mannes vor dessen ersten Tattoowiererfahrung sicher nicht schaden könnte.

das Studio

Um 11:30 Uhr stiegen wir dann die Treppe zum Studio von Muscat Tattoo in Shibuya hinauf. Wir bzw. besser gesagt ich, hatte bereits Wochen zuvor den Termin vereinbart und via Email die Tattoomotive und entsprechenden Entwürfe ausgetauscht.

Nachdem wir freundlich begrüßt und nochmal abgeklärt wurde, welcher der letzten drei Entwürfe es denn nun bei mir sein sollte, machte sich Asao, die Tattoowiererin, bereit. **An dieser Stelle muss ich mal erwähnen, dass ich persönlich finde, dass im Verhältnis zu Deutschland (ich hatte bis dato bereits 6 Tattoo’s) die hygienischen Verhältnisse um Welten besser waren als in den Deutschen Tattoostudios, in denen ich bislang Gast sein durfte.** Nun ja, dann begann meine Sitzung. Im Anschluss war ich etwas überrascht, denn ich hätte nicht gedacht, dass ein so kleines Tattoo (im Verhältnis zu dem vom Hasen) sage und schreibe fast 2 Stunden dauern könnte. Die Arbeit war jedoch sehr fein und durch die verschiedenstufigen Farben wurde es doch sehr aufwendig. Ich war jedenfalls mehr als zufrieden, als wir gegen 14:00 Uhr fertig waren.

mein Tattoo

Glücklich wartete ich nun darauf, dass es beim Hasen losging. Dieser entschloss sich dann jedoch kurzer Hand das eigentlich geplante Motiv über den Haufen zu werfen und suchte gemeinsam mit mir und Ichi (seinem Tattoowierer) nach einer passenden Alternative. Nach einiger Suche fand sich auch zum Glück eine Vorlage, die uns alle begeisterte. Sie war riesig. Über Ichi’s Stirn zogen sich Sorgenfalten, als er auf die Uhr schaute und uns fragte, wie viel Zeit wir denn heute noch hätten. Ich deute auf den Hasen und antwortete ihm: „So lange wie er durchhält!“ ^_^ Nein, wir hatten natürlich den ganzen Tag Zeit, denn schließlich war das Studio in unserem Stadtteil, so dass wir keine Panik schieben mussten, ob wir eventuell die letzte Bahn verpassen. Ichi machte sich an die Arbeit das ausgewählte Motiv anzupassen und gegen 15:00 Uhr fing er an den Hasen zu tattoowieren. Ich litt quasi mit ihm. Außerdem hatte ich großen Respekt, denn sich gleich für sein erstes Tattoo so eine große Vorlage auszusuchen war schon ziemlich – nennen wir es mal … gewagt!!

wenn die Nadeln zustechenSo saßen wir nun da bzw. der Hase lag ja. Ich hatte mich ins WiFi-Netzwerk des Studios eingeklingt und surfte im Netz was das Smartphone-Akku hergab.

Zwischenbilanz

Zwischendurch legten die Männer 3 Pausen ein. Ich ging in den nahe liegenden Konbini um uns etwas zu Essen und Trinken zu kaufen. Anschließend ging es wieder weiter.

Und man mag es kaum glauben, aber nach sage und schreibe 7!! Stunden, um 22:00 Uhr, war der Hase endlich fertig.

japanisches Kunstwerk

das fertige Tattoo

Müde aber glücklich machten wir uns auf den Weg zurück zum Hotel.

Zum Abendbrot holten wir uns lediglich ein paar Sandwiches aus dem FamilyMart, dann wurde noch kurz mit Mutti geskypt. Wir präsentierten unsere Kunstwerke (so gut das mit Webcam und Schutzfolie auf der Wunde halt ging) und um 01:00 Uhr fielen wir todmüde ins Bett.

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