18.09.2012 – 2. Tag Tokyo: Nikko und die Suche nach dem Tokyo Skytree

Der Umzug ist geschafft, das WLAN läuft wieder, nun gehts endlich weiter!!!

Bereits um 07:00 Uhr klingelte uns der Wecker aus unseren Träumen, denn heute zog es uns nochmal (wir waren bereits auf unserer Japan-Reise 2006 dort) in die Stadt Nikko (jap. 日光市, -shi, dt. Sonnenschein-Stadt).

Pünktlich um 08:06 Uhr verließ die Bahn der Ginza Line den Bahnhof Shibuya in Richtung Asakusa. Trotz der frühen Stunde war die Ginza Line zum Glück relativ leer. Man kennt ja aus dem Fernsehen diese schrecklichen Bilder der morgendlichen Rushhour in den Bahnen Tokyo’s. Von Asakusa ging es dann um 09:10 Uhr mit dem Tobu Line Rapid weiter nach Tobu Nikko (Bahnstation), wo wir planmäßig um 11:22 Uhr ankamen.

Eingang zum Weltkulturerbe

Wie bereits erwähnt, hatten wir auf unserer Rundreise im Jahr 2006 einen Ausflug nach Nikko gemacht. Die Stadt ist nicht nur bei Ausländern ein beliebtes Ausflugsziel. Es gibt hier viele historische Gebäude und Denkmäler zu bestaunen, wie beispielsweise den Futarasan Schrein, einen im Jahre 767 erbauten Shinto-Schrein und das Mausoleum des ersten Shogun Tokugawa Ieyasu. Diese Gebäude und mehr wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und wer einmal diese beeindruckenden Bauten live gesehen hat, weiß auch wieso.

Shinkyo Brücke

Wir spazierten nun vom Bahnhof in Richtung Schrein- und Tempelanlage. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der roten Shinkyo Brücke vorbei, welche am Eingang zu Nikko’s Tempeln und Schreinen steht und rein technisch zum Futarasan Schrein gehört. Die Hauptanlage selbst liegt etwas den Berg hinauf. Rinnoji Tempel

Am „Vorplatz“ angekommen bot sich uns dann erstmal der Blick auf eine riesige Halle. Der Rinnoji Tempel war immer noch durch ein großes Gerüst umbaut, da dort seit geraumer Zeit Restaurierungsarbeiten stattfinden, die wohl auch noch bis 2021 andauern.

So machten wir uns also auf den Weg zum Hauptschrein.

der Weg zum Toshogu Schrein

so kunstvollHöhenvergleich mit dem neuen Tokyo Skytree

Am Eingang angekommen, entschieden wir uns dann allerdings kurzfristig dazu, den Toshogu Schrein und das Mausoleum von Iemitsu (dem 3. Tokugawa Shogun) links liegen zu lassen. Denn mal ganz ehrlich, knapp 13,00 € pro Person für etwas zu bezahlen, was man schon gesehen hat, war uns einfach zu viel.

Eingang zum Futarasan SchreinAnleitung zur Richtigen Reinigung

Stattdessen spazierten wir langsam weiter, ließen die Bauten und Wälder auf uns wirken und saugten einfach die ganze Atmosphäre um uns herum auf.

Beginn der Herbstfärbungam Futarasan Schrein

WunschtafelnWunschzettel

Am Futarasan Schrein kauften wir Glücksbringer für „Happy Marriage“ (eine glückliche Ehe). ^-^

verstecktes Nebengebäudeidyllischer kleiner Garten

Gegen 14:30 Uhr waren wir wieder zurück in der Stadt bzw. in der Nähe des Bahnhofs und beschlossen, noch etwas zum Mittag zu essen. Interessanter Weise hatten zu diesem Zeitpunkt viele der Restaurants geschlossen (Mittagsruhe!!). ^_^ Ein kleines Restaurant jedoch, in welchem japanische und italienische Küche angeboten wurde, hatte noch auf. Eigentlich war geplant um 14:59 Uhr mit dem Zug zurück nach Tokyo zu fahren. So bestellten wir uns etwas zu Essen und behielten immer die Uhr im Auge. Als es dann jedoch schon nach 14:45 Uhr war, als meine bestellte Pizza und das japanische Essen vom Hasen serviert wurden, entschieden wir, unser verspätetes Mittagessen in Ruhe zu genießen und lieber einen Zug später zu nehmen.

Nach dem Essen schlenderten wir noch etwas in der Gegend herum. Wir kauften ein paar Souvenirs, zogen uns die Bahnfahrkarten am Automaten und warteten anschließend in der Bahnhofshalle auf den Zug. Um 15:59 Uhr verließen wir Nikko in Richtung Asakusa.

 Auf der Rückfahrt war die Bahn auch nicht mehr ganz so leer. Es waren deutlich weniger ausländische Touristen unterwegs und der Zug füllte sich mit jeder Station mehr und mehr mit Berufspendlern und Schulkinder bzw. Studenten. Um 18:35 Uhr erreichten wir den Bahnhof von Asakusa. Draußen war es mittlerweile dunkel, doch da wir ja in Asakusa sowieso umsteigen mussten, wollten wir es uns nicht nehmen lassen den Tokyo Skytree bei Nacht zu bestaunen. Zielstrebig verließen wir also das Bahnhofsgebäude und gingen die Straße hinunter, denn ich hatte mit meinem scharfsinnigen Orientierungssinn ein paar Minuten zuvor vorlaut herausposaunt: „Ich weiß genau wo wir lang müssen!! Einfach nur die Straße hier runter, bis das Wasser kommt!“.

Tokyo SkytreeLeider stellte sich erst nach einer Weile heraus, dass ich mich bei den vielen Ausgängen des Bahnhofs in der Richtung vertan hatte. Wir liefen also zielstrebig die Straße entlang, immer mit dem Gedanken… Nun muss doch gleich der Tokyo Skytree zu sehen sein, so klein ist das Ding ja nicht. Doch nichts. Erst als wir eine kleinere Seitengasse überquerten und unser Blick zufällig leicht nach rechts ging, sahen wir ihn. Wir waren die ganze Zeit seitlich an ihm vorbeigelaufen. >_<

Blick auf den Skytree

Einen Moment standen wir da, bestaunten ihn, machten Fotos und gingen dann, nachdem wir in einem Supermarkt noch etwas zu Trinken und Essen gekauft hatten, zurück zum Bahnhof. Anschließend fuhren wir mit der Ginza Line zurück nach Shibuya, wo wir ca. 19:35 Uhr ankamen.

 Der Tagesausflug hatte uns geschafft. Wir „schleppten“ uns zu unserem Hotel, aßen Abendbrot, schauten noch etwas fern und gingen zeitig schlafen, da der nächste Tag ebenso lang und weitaus aufregender werden sollte.

 Denn….  unser wichtiger Termin stand an!!

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